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Anwendungstipps für W-Harfensiebe

Hauptabstände Beispiel für Querspanner (oben), für Längsspanner (unten)

Unterteilung der Querdrahtlagen

Bei W-Harfen sollten die Querdrahtlagen so unterteilt sein, dass sich auf den Stützträgern des Siebmaschinenrahmens jeweils eine Querdrahtlage (sog. Hauptabstände, siehe Abbildung links) befindet. Dadurch wird die Gebrauchsdauer, der Reinigungseffekt und die offene Siebfläche vergrößert.

Bestimmung der Spaltweite

Vor Anwendung von W-Harfen ist zu beachten, dass diese Siebböden mit ihren Spalt-Sieböffnungen und dem vergrößerten Durchgangsquerschnitt im Bereich der versetzten Wellenanordnung zweier benachbarter Welldrähte in der Korntrennung nicht so genau sind, wie z. B. es Quadratsieböffnungen ermöglichen, weil größeres, langsplittriges und plattiges Korn mit in den Durchlauf gelangt. Um eine annähernde Korngröße zu erhalten, sind zur Bestimmung der Spaltweite etwa 20 % vom Quadratmaschen-Prüfwert abzurechnen.

Beispiel: 20 % einer Quadratöffnung von 4,0 mm entspricht 0,8 mm. 4,0 mm - 0,8 mm = 3,2 mm Spaltweite. Die so ermittelte Spaltweite dient als Richtwert. Erst ein Versuch kann die so ermittelte Spaltweite endgültig bestätigen.

Spannen der Siebbeläge

W-Harfen müssen in Richtung der Längsdrähte kräftig gespannt werden, denn die gewellten Längsdrähte besitzen Dehnungsreserven, die ein gleichmäßiges Spannen dieser Drähte zulassen.

Um den Spannweg der Spannvorrichtung an den Siebmaschinen nicht voll auszunutzen, d. h. eine Nachspannung zu ermöglichen, werden W-Harfen um ca. 1 % kürzer in der Spannlänge gefertigt, als von uns als Nennmaß angegeben.